Unser Carlo surft im Pool

Unser Carlo surft im Pool

In meinem allerersten Post meines neues Blogs möchte Euch einen Artikel einer lieben Tierfreundin teilen. Ich finde, es gibt keine bessere Worte, die zutreffender die Liebe zu einem Tier beschreiben. Für mich trifft dieser Text nicht nur auf Hunde zu.

Mein Hund ist nicht mein Kind


Mein Hund ist nicht mein Kind. Ich habe es satt, die Leute sagen zu hören, „Da Du keine Kinder hast, ist Dein Hund wie ein Kind für Dich“ oder „Du behandelst Deinen Hund wie Dein Kind, ist es aber nicht“…

Ich weiß, ES IST NICHT MEIN KIND, aber MEIN HUND. Ich bin keine Mutter, ich bin es nicht, aber mir ist klar, dass die Liebe einer Mutter zu ihrem Kind sich nicht gleichstellen lässt und ich kann sie mir auch nicht vorstellen…

Ich habe einen Hund, den ich vergöttere, aber er ist ein Hund. Und im Gegensatz zu einem Kind, wird mein Hund niemals geistig altern, nicht von zu Hause fortgehen und sich nicht um mich kümmern, wenn ich alt bin. Er wird nie unabhängig und autark sein: Er wird mich immer brauchen um zu essen, zu trinken oder einfach nur um Spazieren zu gehen.

Er wird nie ein Teenager sein und auch werde ich nicht die typischen Phrasen dieses Alters zu hören bekommen, wie: „Was auch immer“, „Du verstehst mich nicht“, „Du nervst“, „Du hast doch keine Ahnung“. Aber ich werde auch nie Dinge hören, wie: „Ich liebe Dich“, „Danke“, „Ich brauche Dich“…

Mein Hund wird mich nicht verurteilen und auch nicht meine Ideen und Entscheidungen in Frage stellen. Er wird mich nicht nach einer Playstation, einem Spielzeug bitten oder wegen seines sehnlichsten Wunsches quengeln…

Anders als bei einem Kind, werde ich nie ein Teil von mir in meinem Hund sehen, weder körperlich noch geistig. Das heißt, keinen Erben. Ich werde meinen Hund aufwachsen und altern sehen und nicht er mich, wie es andersherum mit einem Kind sein würde. Nicht nur werde ich mich um ihn kümmern, sondern ihn auch für immer gehen sehen, auf natürlichem Wege, nicht wegen eines tragischen Schicksalsschlags. Einfach gesagt, das wird unser Schicksal sein.

Mein Hund ist ein Tier, nicht eine Person, geschweige denn mein Kind.

Nichtsdestotrotz bin ich seine Mutter.

Ironisch? Wie kann das möglich sein?

Ich denke, es ist klar, was ein Kind ist, aber … eine Mutter?

Was denkst Du, ist eine Mutter?

Für mich ist eine Mutter jemand, der sich für ihre Kinder opfert, auf sie aufpasst, ihr Leben für das Wohl ihrer Familie umstellt.

Eine Mutter verwöhnt, erzieht und liebt bedingungslos, immer. Trotz all dem ist mein Hund nicht mein Kind, aber ich bin wohl seine Mutter.

Ich bin alles, was er hat, ich bin die Anführerin des Rudels.

Ich bin nicht seine Eigentümerin. Für ihn bin ein Teil seiner Familie, so wie für einen Hund eine Familie sein kann. Es tut mir Leid für diejenigen, die es nicht verstehen, weil sie niemals fühlen werden, was es bedeutet, Liebe für ein so kleines Wesen zu empfinden, das nicht spricht, das niemals erwachsen wird und das sich nicht wie ein Mensch ausdrücken kann…

Diejenigen werden niemals haben, was ich habe, wenn ich mir diesen Blick anschaue, mit dem mein Hund mir alles sagt. Mein Hund ist nicht mein Kind, aber ich bin seine Mutter und dank mir, hat er ein erfülltes, gesundes Leben und ist mit so wenig schon zufrieden und verlangt nicht nach mehr. Im Gegenzug zu dem, was für einen Menschen so gut wie Nichts ist, bist Du für ihn sein „Alles“.

Mutter-Kind ist eine natürliche Verbindung, die von allein ersteht, sicherlich unvergleichlich. Allerdings ist die Verbindung mit einem Tier nicht natürlich, und nicht jeder kann dieses wunderbare Gefühl erleben.

Ich hoffe nur, dass die Kinder deren, die nicht verstehen, was ich fühle und die nicht die Bedeutung eines Tieres für einige Menschen verstehen, dass diese Kinder eines Tages ein Tier haben werden (sei es ein Hund, eine Katze, ein Pferd,…) und diese Verbindung haben können, die ich mit meinem Hund habe.

 

Von Conchi Moreno; Übersetzung Lara
Juli, 2017